ChirpStack ist die populärste Open-Source-Lösung für LoRaWAN-Network-Server und -Application-Server (MIT-Lizenz), unterstützt LoRaWAN 1.0.x und 1.1, ist multimandantenfähig und bietet eine Web-Oberfläche sowie gRPC-/REST-APIs.
Richtig
ChirpStack-Stack im Detail: Der Network Server übernimmt Deduplizierung, ADR und Security. Der Application Server kümmert sich um Payload-Decoding und MQTT-/HTTP-Integrationen. Die Web-Oberfläche dient dem Management von Gateways, Geräten und Anwendungen. Mehrmandantenfähigkeit isoliert verschiedene Organisationen. Selbst hosten lässt sich der Stack via Docker, Kubernetes oder klassischer Linux-VM. ChirpStack ist die De-facto-Wahl für private Netze. Als Alternativen sind zu nennen: The Things Stack Open Source (Open Source), Loriot Server (kommerziell) und Actility ThingPark (kommerziell); der frühere LoRaServer-Projekt ist abgekündigt und wurde durch ChirpStack ersetzt.
Praxistipp: Beim Self-Hosting unbedingt einen sauberen Backup-Plan für die ChirpStack-Datenbank (PostgreSQL) und die Geräte-Credentials einrichten — ein DB-Verlust bedeutet bei OTAA neu zu joinen und kann hunderte Geräte temporär offline nehmen.
LoRaWAN-Bank in Vorbereitung
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Verwandte Fragen
- Wichtige Unterscheidung: "LoRa" bezeichnet die physikalische Funkmodulation (CSS, Chirp Spread Spectrum, proprietär von Semtech), während "LoRaWAN" das MAC-Schichtprotokoll und die Netzarchitektur ist (offener Standard der LoRa Alliance), das auf LoRa aufsetzt.1. Architecture · LoRa vs LoRaWAN
- LoRaWAN verwendet eine "Star-of-Stars"-Topologie: Jedes End Device sendet an ALLE in Funkreichweite befindlichen Gateways (unidirektionaler Broadcast); die Gateways leiten an den Network Server weiter, der die Duplikate herausfiltert. Zwischen End Devices besteht kein Mesh.1. Architecture · Star-of-Stars-Topologie
- In Frankreich sind 2026 die wichtigsten öffentlichen LoRaWAN-Betreiber: Orange Live Objects (nahezu landesweite Abdeckung), Bouygues Objenious (im Sunset), Helium Network (Community-getrieben) und Loriot (Schweizer Anbieter von kommerziellem Network-Server-Software, kein öffentlicher Netzbetreiber). Daneben gibt es viele private Installationen (dedizierte Netze).6. Network providers · Öffentliche Betreiber
- Für kritische IoT-Installationen (Smart City, Industrie, Flotten-Asset-Tracking) werden private LoRaWAN-Netze gegenüber öffentlichen Betreibern häufig bevorzugt: volle Infrastrukturkontrolle, SLAs, höhere Sicherheit und keine kommerzielle Abhängigkeit von Drittbetreibern.6. Network providers · Öffentlich vs. Privat
- Typische Smart-City-Anwendungen mit LoRaWAN: intelligente Wasserzähler, Parkplätze (Belegungssensoren), Abfallbehälter (Füllstandsmessung), Straßenbeleuchtung (Telemonitoring), Luftqualität, Monitoring von E-Ladesäulen (Status, Energiewerte — nicht das OCPP-Ladesteuerungsprotokoll) und Hochwasserwarnung — ein typischer LoRaWAN-Sensor kostet 30-150 €.7. Use cases · Smart City