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KNX-Glossar

Technisches KNX-Glossar

91 Fachbegriffe in 16 Kategorien: KNX-Topologie, Kommunikation, ETS, Sicherheit, Normen usw. Tippe ein Stichwort oder stöbere nach Kategorie.

91 Begriffe16 Kategorien
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ETS

13 Begriffe

.knxprod

Dateiendung eines Herstellerproduktkatalogs. Vom Hersteller signiert und in ETS importierbar, um ein Gerät dem lokalen Katalog hinzuzufügen. Nicht zu verwechseln mit .knxproj (Projekt).

ETS→

.knxproj

Dateiendung eines exportierten ETS-Projekts. Es handelt sich tatsächlich um ein ZIP-Archiv mit Project.xml + Herstellerkatalogen + Integritätssignaturen.

ETS→

Bus Monitor

ETS-Werkzeug zur Beobachtung von Telegrammen auf Rohframe-Ebene. Zeigt Quelladressen, Prioritäten, ACK/NACK und Wiederholungszähler an. Für technische Low-Level-Diagnose.

ETS→

ETS

Engineering Tool Software

Proprietäre Software der KNX Association zur Inbetriebnahme von Anlagen. Versionen: ETS3 (2002), ETS4 (2010), ETS5 (2014), ETS6 (2021, aktuell). Varianten: Lite (max. 20 Geräte), Pro (unbegrenzt), Demo (kostenlos, 5 Geräte).

ETS→

ETS Apps

Erweiterungen von Drittanbietern, die in ETS über den KNX Association Marketplace installiert werden können. Beispiele: Project Tracing, Reverse Engineering, IP Wizard, Replace Device.

ETS→

ETS Lite

ETS-Version, die auf 20 Geräte pro Projekt begrenzt ist. Ausreichend für einfache Wohninstallationen. Voucher von -12,5 % nach bestandenem KNX Basic.

ETS→

ETS Pro

ETS Professional

ETS-Version mit unbegrenzter Anzahl an Geräten. Standard für professionelle Projekte. Kosten ~1100 € Einmallizenz, Voucher -12,5 % nach KNX Basic.

ETS→

Full Download

Téléversement complet

Vollständiges Laden: physikalische Adresse + Anwendungsprogramm + Parameter + Verknüpfungen. Langsamer als Partial Download, garantiert aber die vollständige Konsistenz.

ETS→

Group Monitor

ETS-Werkzeug, das Telegramme in Echtzeit auf Ebene der Gruppenadressen beobachtet und den DPT automatisch dekodiert. Nützlich, um das funktionale Verhalten einer Anlage zu überprüfen.

ETS→

myKNX

my.knx.org

Webplattform der KNX Association. Ein kostenloses Konto bietet Zugriff auf: Download der öffentlichen KNX Specifications V3.0.0, Verwaltung individueller Zertifizierungen, ETS-Voucher, Online-Theorieprüfung.

ETS→

Partial Download

Téléversement partiel

Laden NUR der seit dem letzten Download geänderten Parameter. Schnell. Wird automatisch von ETS ausgewählt, wenn die Änderungen geringfügig sind.

ETS→

Programming Button

Bouton de programmation

Physische Taste an jedem KNX-Gerät, die beim erstmaligen Laden der physikalischen Adresse zu drücken ist. Schaltet während der Wartezeit eine LED ein. Automatischer Timeout nach einigen Minuten.

ETS→

Unload

Décharger

ETS-Befehl, der die Konfiguration eines Geräts (Adresse, Anwendung, Parameter) vollständig löscht und es in den Auslieferungszustand zurücksetzt (Adresse 0.0.0). Nützlich vor der Wiederverwendung in einem anderen Projekt.

ETS→

Topologie

12 Begriffe

Adresse de groupe

Group Address · GA

Logische 16-Bit-Kennung, mit der Gruppenobjekte verschiedener Geräte zur Kommunikation zusammengefasst werden. Darstellung in 2-stufiger Struktur (Haupt/Unter) oder 3-stufiger Struktur (Haupt/Mittel/Unter).

Topologie→

Adresse individuelle

Individual Address · IA

Eindeutige Kennung eines KNX-Geräts in der Installation, Format B.L.G (Bereich.Linie.Gerät). Bereich 0-15 / 0-15 / 0-255. Die Adresse 0.0.0 = Werkseinstellung, 15.15.255 ist für Werkzeuge reserviert.

Topologie→

Area Coupler

AC

Gerät, das einen Bereich mit dem Backbone verbindet. Gleiche Prinzipien wie ein Linienkoppler, jedoch auf einer höheren Ebene. Konventionelle Adresse: B.0.0.

Topologie→

Backbone

Oberste Ebene der Topologie, in ETS als "Bereich 0" bezeichnet. Verbindet die Bereiche über Bereichskoppler. Kann als TP1 (Backbone TP) oder IP (Backbone IP, im modernen Zweckbau empfohlen) ausgeführt werden.

Topologie→

Filter Table

Table de filtrage

Liste der Gruppenadressen, die ein Linien- oder Bereichskoppler weiterleiten muss. Jede nicht enthaltene Gruppenadresse wird lokal gefiltert. Wird von ETS automatisch berechnet und kann manuell bearbeitet werden.

Topologie→

IP Router

IPR

Gerät, das als Gateway zwischen IP und TP dient. Kann als Linienkoppler, Bereichskoppler oder als Element eines IP-Backbones im Tunneling- oder Routing-Multicast-Modus arbeiten.

Topologie→

Ligne

Line

Mittlere Ebene der KNX-Topologie. Enthält bis zu 64 Geräte pro Segment, mit Repeatern erweiterbar auf 256 (max. 4 Segmente). Max. 15 Linien pro Bereich.

Topologie→

Line Coupler

LC

Gerät, das eine Nebenlinie mit der Hauptlinie ihres Bereichs verbindet. Filtert Telegramme anhand seiner Filtertabelle. Konventionelle physikalische Adresse: B.L.0.

Topologie→

Line Repeater

Repeater

Gerät, das Telegramme verstärkt und weiterleitet, um eine Linie über mehrere Segmente zu erweitern (bis zu 4 × 64 = 256 Geräte). Filtert nicht, im Gegensatz zum Linienkoppler.

Topologie→

Segment

Physikalischer Teil einer Linie, gespeist von einem eigenen Netzteil (PSU). Max. 64 Geräte pro Segment. Eine Linie kann bis zu 4 Segmente umfassen, die über Line Repeater verbunden sind.

Topologie→

Topologie

Hierarchische Gliederung einer KNX-Installation in 3 Ebenen: Segment (physikalisch) → Linie (logisch) → Bereich (Area) → Backbone.

Topologie→

Zone

Area

Oberste hierarchische Ebene in der KNX-Topologie. Enthält bis zu 15 Nebenlinien + 1 Hauptlinie. Max. 15 Bereiche pro Installation + 1 Backbone (Bereich 0 reserviert).

Topologie→

Kommunikation

10 Begriffe

ACK

Acknowledgment

Positive Quittung, die vom Empfänger eines korrekt empfangenen Telegramms gesendet wird. Link-Layer-Mechanismus, mit dem der Sender erfährt, ob sein Telegramm empfangen wurde.

Kommunikation→

BUSY

Quittung, die anzeigt, dass der Empfänger zu ausgelastet ist, um das Telegramm zu verarbeiten. Fordert den Sender auf, es später erneut zu versuchen.

Kommunikation→

CSMA/CA

"Carrier Sense Multiple Access with Collision Avoidance": Buszugriffsverfahren des KNX TP1. Nutzt den dominanten Charakter des Bits 0, um Kollisionen ohne Zerstörung des Telegramms aufzulösen.

Kommunikation→

Cyclic Send

Heartbeat

Zyklischer Sendemodus eines Sensors: den aktuellen Wert periodisch unabhängig von Änderungen senden. Nützlich zur Aktualisierung von Visualisierungen und zur Erkennung von Ausfällen.

Kommunikation→

NACK

Negative Acknowledgment

Negative Quittung, die bei einem vom Empfänger erkannten Prüfsummen- oder Formatfehler gesendet wird. Löst eine erneute Übertragung durch den Sender aus.

Kommunikation→

Priorité télégramme

Priority

Vier im Telegramm codierte Stufen: System (höchste), Alarm, High, Normal. Die CSMA/CA-Arbitrierung nutzt den dominanten Charakter der 0-Bits, um Kollisionen entsprechend der Priorität aufzulösen.

Kommunikation→

Repetition Counter

Telegrammfeld, das angibt, wie oft das Telegramm nach einem fehlenden ACK oder einem NACK erneut übertragen wurde. Im Busmonitor sichtbar. Hoher Zählerstand = Busproblem.

Kommunikation→

Send on Change

Sendemodus eines Sensors: ein Telegramm nur dann senden, wenn sich der Wert seit dem letzten Senden um ein konfiguriertes Delta ändert. Reduziert die Buslast.

Kommunikation→

Télégramme

Telegram

Übertragungseinheit auf dem KNX-Bus. Enthält: Präambel, Kontrollfeld, Quelladresse (16 Bit), Zieladresse (16 Bit), Flags, Länge, Daten (0-14 Byte), Prüfsumme, ACK.

Kommunikation→

Watchdog

Surveillance time

Timer auf einem empfangenden Group Object: Wird innerhalb des konfigurierten Zeitfensters kein Telegramm empfangen, wird in einen sicheren Rückfallzustand gewechselt. Setzt voraus, dass der Sender im Cyclic Send arbeitet.

Kommunikation→

Datenpunkttypen (DPT)

10 Begriffe

DPT

Datapoint Type

Semantische Typisierung der auf dem KNX-Bus übertragenen Daten. Format `m.nnn`: Familie (1 bis 251+) + Subtyp (genaue Semantik). Standardisiert in den KNX Specifications Vol. 3/7/2.

Datenpunkttypen (DPT)→

DPT 1.001

DPT_Switch

1-Bit-Boolean Ein/Aus. Häufigster Einsatz: Schalten von Beleuchtung, Zustand eines Ein/Aus-Aktors.

Datenpunkttypen (DPT)→

DPT 1.008

DPT_UpDown

1-Bit-Boolean Auf/Ab (gleiche Struktur wie DPT 1.001, andere Semantik). Typischer Einsatz: Ansteuerung von Jalousien und Rollläden.

Datenpunkttypen (DPT)→

DPT 14.xxx

DPT IEEE 754

Familie 32-Bit-Float nach IEEE 754 (einfache Genauigkeit). Höhere Genauigkeit und größerer Bereich als DPT 9.xxx. Einsatz: Energiezähler, wissenschaftliche Messwerte (DPT 14.056 Leistung W, 14.027 elektrischer Fluss usw.).

Datenpunkttypen (DPT)→

DPT 17.001

DPT_SceneNumber

1-Byte-Szenennummer 0-63. Ermöglicht den ABRUF einer Szene (nur Recall), ohne Speicherfunktion.

Datenpunkttypen (DPT)→

DPT 18.001

DPT_SceneControl

1-Byte-Szenensteuerung: 1 Bit "learn/recall" + 1 reserviertes Bit + 6 Bit Szenennummer 0-63. Ermöglicht Abruf UND Speichern einer Szene mit einem einzigen Telegramm.

Datenpunkttypen (DPT)→

DPT 20.102

HVAC Mode

1-Byte-Aufzählung HVAC-Modus: Comfort (1), Standby (2), Economy (3), Building Protection (4). Standard für die Heizungs- und Klimasteuerung in KNX.

Datenpunkttypen (DPT)→

DPT 232.600

DPT_Colour_RGB

3-Byte-RGB-Farbe (1 Byte pro Komponente R, G, B). Einsatz: Ansteuerung von RGB-LED-Beleuchtung. Bei DPT 251.600 kommt ein 4. Byte für den Weißkanal hinzu (RGBW).

Datenpunkttypen (DPT)→

DPT 5.001

DPT_Scaling

1-Byte-Prozentwert 0-100 %. Codierung: 0 = 0 %, 255 = 100 %. Einsatz: Lichtdimmung, Jalousieposition, Ventilöffnungsgrad.

Datenpunkttypen (DPT)→

DPT 9.001

DPT_Value_Temp

Temperatur in °C auf 2 Byte (KNX-16-Bit-Float). Genauigkeit und Bereich an die Einsatzbereiche Gebäudeautomation/HVAC angepasst. KNX-proprietäres Format, nicht IEEE 754.

Datenpunkttypen (DPT)→

System

6 Begriffe

EIB

European Installation Bus

Vorgängerstandard von KNX, 1990 von der EIBA im deutschsprachigen Raum entwickelt. Aufwärtskompatibilität bleibt erhalten: Ein EIB-Gerät kann an einem KNX-TP1-Bus betrieben werden.

System→

HBES

Home and Building Electronic Systems

Familie europäischer Normen EN 50090, die elektronische Gebäudemanagementsysteme für Wohn- und Zweckbauten abdecken. KNX ist deren wichtigste Umsetzung.

System→

KNX

Offener Feldbus-Standard für die Haus- und Gebäudeautomation, entstanden 2002 aus der Fusion der Standards EIB (DACH), EHS und BatiBUS. Gepflegt von der KNX Association cvba (Brüssel).

System→

KNX Association

KNX Association cvba

Gemeinnützige Organisation (cvba nach belgischem Recht) mit Sitz in Brüssel, gegründet 1999. Pflegt und entwickelt den KNX-Standard weiter, zertifiziert Produkte und Schulungsstätten und lizenziert die Marke KNX®.

System→

KNX Manufacturer

KNX Manufacturer Member

Mitgliedsunternehmen der KNX Association, das berechtigt ist, KNX-zertifizierte Komponenten herzustellen (Hager, Gira, ABB, Schneider, JUNG, Theben usw.). Weltweit rund 500 Herstellermitglieder.

System→

KNX System Integrator

KNX SI Member

Mitgliedsunternehmen der KNX Association mit professionellem Integratorstatus. Muss mindestens einen zertifizierten KNX Partner im Team haben. Mitgliedsbeitrag ca. 500 €/Jahr.

System→

Zertifizierung

6 Begriffe

KNX Advanced

KNX Advanced Course · KNX Advanced Partner

Zertifizierung im Anschluss an den Basic. 30 h Kurs, 13 offizielle Themen (Koppler, HLK, Beleuchtung, Logik usw.), Theorie- und Praxisprüfung verpflichtend in Präsenz, Schwelle 50 %. Preis 1500-2050 € HT (FR).

Zertifizierung→

KNX Basic

KNX Basic Course · KNX Partner Basic

Einstiegszertifizierung der KNX Association. 30 h Kurs (5 Tage), 1h30 Theorieprüfung + 1h30 Praxis, Format Wahr/Falsch, Bewertung +1/-0,5/0, Schwelle 50 %. Preis 1200-1500 € HT (FR).

Zertifizierung→

KNX Certification

Prozess, durch den die KNX Association Produkte (Interoperabilität, Konformität) und Personen (Basic, Advanced, Tutor) zertifiziert. Jährliche Re-Zertifizierung der Produkte.

Zertifizierung→

KNX Conformance Tests

Reihe von Interoperabilitätstests, die KNX-Produkte in akkreditierten Laboren durchlaufen, um die Konformität mit dem Standard zu prüfen. Voraussetzung für das KNX-Logo.

Zertifizierung→

KNX Partner

Persönlicher Titel, der nach erfolgreichem Abschluss der KNX-Basic-Zertifizierung verliehen wird. Persönlicher Status (nicht unternehmensgebunden), zwischen Arbeitgebern übertragbar.

Zertifizierung→

KNX Tutor

Zertifizierung, die zum Unterrichten in einem zertifizierten KNX-Zentrum berechtigt. 18 h Kurs, nur Theorie, Schwelle 60 %. Voraussetzung: bestandener Advanced. Nischenzielgruppe.

Zertifizierung→

Übertragungsmedien

6 Begriffe

KNX IP

KNXnet/IP

KNX-Übertragung über Ethernet/WLAN per UDP. Zwei Betriebsarten: Tunneling (Punkt-zu-Punkt-Unicast) und Routing (Multicast 224.0.23.12). Im Zweckbau als Backbone empfohlen.

Übertragungsmedien→

KNX RF

KNX-Funkübertragung im 868,3-MHz-Band, Manchester-Codierung, 16,384 kbit/s. Zwei Generationen: RF Ready (Einkanal, historisch) und RF Multi (Mehrkanal, empfohlen).

Übertragungsmedien→

KNX-PL110

Powerline 110

KNX-Übertragung über das 230-V-Stromnetz, Trägerfrequenz 110 kHz (CENELEC-Band B). Seit 2010 in Neubauten kaum noch eingesetzt, nur in Bestandsanlagen anzutreffen.

Übertragungsmedien→

Routing

KNXnet/IP Routing

KNX-IP-Kommunikationsmodus als Multicast (224.0.23.12) zwischen IP-Routern. Alle Router im VLAN empfangen und leiten weiter. Standard für IP-Backbones.

Übertragungsmedien→

TP1

Twisted Pair 1 · TP

Wichtigste physikalische Schicht von KNX: Twisted-Pair-Bus mit 30 V DC SELV, 9600 bit/s. Am weitesten verbreitet in Wohn- und Zweckbau-Installationen.

Übertragungsmedien→

Tunneling

KNXnet/IP Tunneling

KNX-IP-Kommunikationsmodus als Punkt-zu-Punkt-Unicast zu einer IP-Schnittstelle. Wird für die Fern-Inbetriebnahme mit ETS oder gezielte Diagnose verwendet.

Übertragungsmedien→

Flags

6 Begriffe

Flag C

Communication

Kommunikations-Flag eines Group Objects. Aktiviert = das GO kann am Busverkehr teilnehmen. Deaktiviert = GO wird vollständig ignoriert. Voraussetzung für alle anderen Flags.

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Flag I

Initialize

Flag, das beim Start des Geräts (Busspannungswiederkehr) das Senden eines Group-Value-Read auslöst, um den aktuellen Zustand der Partner abzurufen. Sparsam einsetzen (Verkehrsspitze beim Reset).

Flags→

Flag R

Read enable

Flag, das dem GO erlaubt, auf Group-Value-Read-Telegramme vom Bus zu antworten. Nur aktivieren, wenn der Wert abfragbar sein soll.

Flags→

Flag T

Transmit

Flag, das dem GO erlaubt, bei einer lokalen Wertänderung ein Group-Value-Write auf den Bus zu senden.

Flags→

Flag U

Update

Flag, das dem GO erlaubt, seinen internen Wert beim Empfang einer Group-Value-Response zu aktualisieren (z. B. als Antwort auf eine von einem anderen Gerät gesendete Leseanfrage).

Flags→

Flag W

Write enable

Flag, das dem GO erlaubt, Group-Value-Write-Telegramme vom Bus zu empfangen. Ohne W werden externe Schreibzugriffe ignoriert (GO ist schreibgeschützt).

Flags→

KNX Secure

6 Begriffe

Data Secure

KNX Data Secure

Verschlüsselung und Authentifizierung auf Anwendungsschicht-Ebene (Group Object), Ende-zu-Ende zwischen Geräten. AES-128 CCM. Schützt den Wert eines bestimmten Group Objects.

KNX Secure→

DTLS

Datagram TLS

UDP-Äquivalent von TLS. Wird von KNX IP Secure zur Verschlüsselung/Authentifizierung der UDP-Datagramme von KNXnet/IP verwendet, sowohl beim Tunneling als auch beim Multicast-Routing.

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FDSK

Factory Default Setup Key

Werkschlüssel, der auf dem Etikett eines KNX-Secure-Geräts aufgedruckt ist (QR-Code + 32-stellige Hex-Zeichenkette). Wird von ETS bei der erstmaligen Integration in das Secure-Projekt verwendet. Separat aufzubewahren.

KNX Secure→

IP Secure

KNX IP Secure

Verschlüsselung auf IP-Transportebene (zwischen IP-Routern oder per Tunneling). Verwendet DTLS. Schützt den IP-Verkehr, transparent für nachgelagerte TP-Geräte.

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KNX Secure

Familie kryptografischer Sicherheitsmechanismen von KNX, unterteilt in Data Secure (Anwendungsschicht) und IP Secure (IP-Transport). Nativ in ETS6 integriert.

KNX Secure→

Tool Access Key

TAK

Spezieller Schlüssel im Keyring, der es einem ETS-Werkzeug ermöglicht, ein bereits installiertes Secure-Gerät neu zu programmieren, ohne die ursprüngliche Papier-FDSK erneut zu scannen.

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Verkabelung

4 Begriffe

Choke

Bobine d'arrêt · Drosseln

Induktives Bauteil, das in KNX-TP1-Bus-Netzteile integriert ist. Entkoppelt die hochfrequente Telegrammübertragung vom Versorgungsgleichstrom, was für den Betrieb unerlässlich ist.

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J-Y(St)Y

Standardkabeltyp für den KNX-TP1-Bus: 2 geschirmte verdrillte Adernpaare, Leiterquerschnitt 0,8 mm². Konventionelle grüne Mantelfarbe (nicht verpflichtend).

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PSU

Power Supply Unit · Alimentation

Spannungsversorgung speziell für den KNX-TP1-Bus, liefert 30 V DC SELV mit integrierter Drossel. Standardleistungen: 160 mA, 320 mA, 640 mA. NIEMALS zur Versorgung anderer Verbraucher als des Busses verwenden.

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SELV

Safety Extra Low Voltage · TBTS

Elektrische Klassifizierung Schutzkleinspannung (Safety Extra-Low Voltage). Der KNX-TP1-Bus (30 V DC) ist als SELV eingestuft: gemeinsame Verlegung mit anderen SELV-Stromkreisen im selben Kabelkanal ist zulässig, eine Trennung gegenüber 230 V ist zwingend erforderlich.

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Prüfung

3 Begriffe

Open book

Livre ouvert

Merkmal der KNX-Theorieprüfung: Der Kandidat darf während der Prüfung die Papier- oder PDF-Kursunterlagen konsultieren. Fördert Verständnis statt reines Auswendiglernen.

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Scoring asymétrique

Negative marking

KNX-Bewertungsmechanismus: richtige Antwort = +1, falsche = -0,5, leer = 0. Ermutigt zur Enthaltung bei unsicheren Fragen (negativer Erwartungswert einer falschen Intuition).

Prüfung→

Vrai/Faux

T/F · True/False

Offizielles Format der Theoriefragen für KNX Basic und Advanced. Jede Aussage ist mit Wahr oder Falsch zu beantworten. Asymmetrische Bewertung: +1 richtig, -0,5 falsch, 0 leer.

Prüfung→

Beleuchtung

3 Begriffe

Constant Light Control

Regelung im geschlossenen Regelkreis zur Aufrechterhaltung einer konstanten Beleuchtungsstärke (z. B. 500 lux) durch Kompensation des Tageslichtanteils. Energieeinsparungen von 30-60 % gegenüber reinem Ein/Aus-Schalten.

Beleuchtung→

DALI

Beleuchtungsprotokoll (Digital Addressable Lighting Interface). Über ein DALI-Gateway in KNX integrierbar. Ermöglicht die individuelle Ansteuerung von bis zu 64 DALI-Vorschaltgeräten pro DALI-Bus.

Beleuchtung→

Scene

Scénario

Vordefinierte Konfiguration mehrerer Aktoren (Beleuchtung, Jalousien, HLK, Audio), die durch ein einzelnes Telegramm (DPT 17.001 oder 18.001) ausgelöst wird. Nummeriert von 0-63.

Beleuchtung→

Normen & Standards

2 Begriffe

EN 50090

Reihe europäischer Normen für Home and Building Electronic Systems (HBES). KNX ist konform zu EN 50090. Mehrere Teile: Architektur, Leistung, Sicherheit usw.

Normen & Standards→

ISO/IEC 14543-3

Internationale Norm "Information technology — Home Electronic System (HES) Architecture", die KNX auf ISO/IEC-Ebene festschreibt. Referenz für außereuropäische Märkte.

Normen & Standards→

HLK (HVAC)

2 Begriffe

Mode HVAC

Betriebsart des Heizungs-/Klimasystems. 4 Standardmodi (DPT 20.102): Comfort, Standby, Economy, Building Protection. Kaskadenregelung nach Prioritäten.

HLK (HVAC)→

PWM

Pulse Width Modulation

Pulsweitenmodulation: zyklisches Ein/Aus-Signal (typ. 10-15 min), dessen Tastverhältnis den Mittelwert bestimmt. Wird zur Ansteuerung elektrothermischer Thermostatventile aus einem DPT 1.001 verwendet.

HLK (HVAC)→

Gruppenobjekte

1 Begriffe

Group Object

GO · Communication Object

Interne Variable eines KNX-Geräts, die einer oder mehreren Gruppenadressen zur Kommunikation zugeordnet werden kann. Jedes GO hat eine feste Nummer, einen DPT und einen Satz Flags.

Gruppenobjekte→

ETS Secure

1 Begriffe

.knxkeys

Keyring

ETS-Dateiendung, die die KNX-Secure-Schlüssel eines Projekts enthält (importierte FDSK + abgeleitete Runtime-Schlüssel). Passwortgeschützt. Muss getrennt von der Projektdatei gesichert werden.

ETS Secure→