Der Retrofit einer Festdrehzahlpumpe auf einen drehzahlgeregelten Antrieb (VFD) wird üblicherweise als IPMVP-Option B analysiert: Messung von kW und Volumenstrom an mehreren Betriebspunkten vor und nach dem Umbau, Regressionsmodell kW = f(Volumenstrom), Vergleich an identischen Betriebspunkten.
Richtig
Methodik VFD-Pumpe: Vor dem Retrofit arbeitet eine Festdrehzahlpumpe mit Regelventil, was zu hohem kW-Bedarf bei variablem Volumenstrom führt; nach dem Retrofit moduliert der VFD die Drehzahl, wodurch die Leistung gemäß der Affinitätsgesetze proportional zur dritten Potenz des Volumenstroms sinkt. Gemessen werden kW und Volumenstrom (Pumpenkennlinie), als Modell dient eine nichtlineare Regression der Form kW = a·Q^3 + b·Q^2 + c·Q + d, und der Vergleich erfolgt bei identisch gemessenen Volumenströmen. Typische Einsparungen liegen bei 30-60 % gegenüber Festdrehzahl plus Drosselventil.
Praxistipp: Mindestens 4-5 Betriebspunkte aufnehmen, die den realen Betriebsbereich abdecken, sonst extrapoliert das Regressionsmodell unzuverlässig.
CMVP-Bank in Vorbereitung
Die vollständige CMVP-Bank ist noch nicht verfügbar. Hinterlassen Sie Ihre E-Mail, um beim Start benachrichtigt zu werden und einen Early-Bird-Rabatt zu erhalten.
Der Warteliste beitreten →Die 9 weiteren CMVP-Übungsfragen ansehen
Verwandte Fragen
- Welche IPMVP-Option nutzt die Feldmessung NUR der zentralen erklärenden Parameter der Einsparung (die übrigen werden geschätzt) für eine isolierbare ECM?2. IPMVP Options · Option A vs B
- Die IPMVP-Option C (Whole Facility) wird empfohlen, wenn die erwartete Einsparung mehr als 10 % des Gesamtenergieverbrauchs des Gebäudes ausmacht und mehrere ECM gleichzeitig vorliegen (was die individuelle Isolation A/B unpraktikabel macht).2. IPMVP Options · Anwendungsfall Option C
- Die IPMVP-Option D verwendet ein kalibriertes thermisches Simulationsmodell (eQUEST, EnergyPlus, IES-VE oder gleichwertig), wenn Baseline- oder Reporting-Daten nicht verfügbar oder unzuverlässig sind, etwa bei Neubauten oder bei vollständigem Systemaustausch.2. IPMVP Options · Option D Kalibrierte Simulation
- Für den Neubau erzeugt die IPMVP-Option D eine 'virtuelle Baseline' per thermischer Simulation eines Referenzgebäudes (typischerweise nach den jeweils geltenden RT/RE-Anforderungen, jedoch mit nicht leistungsoptimierter Standardausrüstung) und vergleicht diese mit dem tatsächlich übergebenen Gebäude.2. IPMVP Options · Option D für Neubau
- Die 'Routine Adjustments' in IPMVP korrigieren regelmäßige Schwankungen (Wetter, Belegung, Produktion) per Regression oder Faktor; die 'Non-Routine Adjustments' (NRA) behandeln nicht vorhergesehene statische Änderungen (Flächenerweiterung, zusätzliche Schicht, Sanierung), die zwischen Baseline und Reporting auftreten.3. Periods & adjustments · Routine vs. Non-Routine Adjustments