Die IPMVP-Option D verwendet ein kalibriertes thermisches Simulationsmodell (eQUEST, EnergyPlus, IES-VE oder gleichwertig), wenn Baseline- oder Reporting-Daten nicht verfügbar oder unzuverlässig sind, etwa bei Neubauten oder bei vollständigem Systemaustausch.
Richtig
Option D ist die 'Modellmethode'. Anwendungsfälle: Neubau (keine reale Baseline, Schätzung vs. Simulation), vollständiger Systemaustausch (Baseline nicht vergleichbar), fehlendes Metering, hypothetische Audits. Die Kalibrierung ist kritisch: Das Modell muss die gemessenen Verbräuche vor und/oder nach der Maßnahme unter prüfbaren Bedingungen reproduzieren. ASHRAE Guideline 14 legt Kalibrierungsschwellen fest (NMBE <= 5 %, CV(RMSE) <= 15 % monatlich).
Praxistipp: Option D nur einsetzen, wenn ein qualifizierter Modellierer mit Erfahrung in EnergyPlus/eQUEST verfügbar ist — sonst ist die Kalibrierung nicht belastbar.
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