Für den Neubau erzeugt die IPMVP-Option D eine 'virtuelle Baseline' per thermischer Simulation eines Referenzgebäudes (typischerweise nach den jeweils geltenden RT/RE-Anforderungen, jedoch mit nicht leistungsoptimierter Standardausrüstung) und vergleicht diese mit dem tatsächlich übergebenen Gebäude.
Richtig
Option D im Neubau: Virtuelle Baseline — Modell eines gleichwertigen Gebäudes, errichtet nach den regulatorischen Mindestanforderungen (RT2012 oder RE2020 mit Standardausstattung); Reporting — das real übergebene Gebäude (mit anhand realer Messungen kalibriertem Modell); Einsparungen — Differenz virtuelle Baseline minus Reporting. Anwendung: HQE-/BREEAM-Projekte, Energielabels, die einen Performance-Nachweis gegenüber einem 'code-compliant'-Szenario erfordern.
Praxistipp: Die 'virtuelle Baseline' muss VOR der Bauausführung im M&V-Plan eingefroren werden. Nachträgliche Anpassungen wirken willkürlich.
CMVP-Bank in Vorbereitung
Die vollständige CMVP-Bank ist noch nicht verfügbar. Hinterlassen Sie Ihre E-Mail, um beim Start benachrichtigt zu werden und einen Early-Bird-Rabatt zu erhalten.
Der Warteliste beitreten →Die 9 weiteren CMVP-Übungsfragen ansehen
Verwandte Fragen
- Welche IPMVP-Option nutzt die Feldmessung NUR der zentralen erklärenden Parameter der Einsparung (die übrigen werden geschätzt) für eine isolierbare ECM?2. IPMVP Options · Option A vs B
- Die IPMVP-Option C (Whole Facility) wird empfohlen, wenn die erwartete Einsparung mehr als 10 % des Gesamtenergieverbrauchs des Gebäudes ausmacht und mehrere ECM gleichzeitig vorliegen (was die individuelle Isolation A/B unpraktikabel macht).2. IPMVP Options · Anwendungsfall Option C
- Die IPMVP-Option D verwendet ein kalibriertes thermisches Simulationsmodell (eQUEST, EnergyPlus, IES-VE oder gleichwertig), wenn Baseline- oder Reporting-Daten nicht verfügbar oder unzuverlässig sind, etwa bei Neubauten oder bei vollständigem Systemaustausch.2. IPMVP Options · Option D Kalibrierte Simulation
- Die 'Routine Adjustments' in IPMVP korrigieren regelmäßige Schwankungen (Wetter, Belegung, Produktion) per Regression oder Faktor; die 'Non-Routine Adjustments' (NRA) behandeln nicht vorhergesehene statische Änderungen (Flächenerweiterung, zusätzliche Schicht, Sanierung), die zwischen Baseline und Reporting auftreten.3. Periods & adjustments · Routine vs. Non-Routine Adjustments
- Ein IPMVP-konformer M&V-Plan deckt typischerweise 13 Schlüsselabschnitte ab: ECM-Beschreibung, gewählte Option, Messgrenze, Baseline- und Reporting-Perioden, Anpassungsvariablen, Analyseverfahren, Energiepreise, Metering, QA/QC, Zielgenauigkeit der Unsicherheit, Budget, Reporting-Format.5. M&V Plan · Pflichtabschnitte