Die Brownfield-Migration von PROFIBUS DP zu PROFINET erfolgt typischerweise über Proxies (Siemens IE/PB Link, Hilscher netTAP, ABB Gateway), die ein gesamtes PROFIBUS-Segment für die moderne SPS als ein einzelnes PROFINET-Device darstellen.
Richtig
Der IE/PB-Link-Proxy verhält sich beidseitig integrativ: Auf der PROFINET-Seite erscheint er als IO Device mit eigener Projektierung in TIA und GSDML; auf der PROFIBUS-Seite agiert er als DPM1 und damit als Master der bestehenden DP-Slaves. Die zyklischen Daten und Diagnosemeldungen werden transparent übersetzt. Auf diese Weise kann die SPS von PROFIBUS auf PROFINET umgestellt werden, ohne die Verkabelung und die bestehenden DP-Slaves zu verändern; eine schrittweise Migration über 5 bis 10 Jahre wird so wirtschaftlich darstellbar.
Praxistipp: In der Migrationsplanung den Proxy-Durchsatz prüfen - er ist die natürliche Engstelle zwischen schnellen PN-Zyklen und langsameren DP-Segmenten.
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