Frage

PROFIBUS PA ist die für die Prozessinstrumentierung dedizierte DP-V1-Erweiterung und nutzt die physikalische Schicht MBP (Manchester Bus Powered) nach IEC 61158-2 mit 31,25 kbit/s, wobei Speisung und Daten auf derselben verdrillten Zweidrahtleitung übertragen werden und der Bus eigensicher für explosionsgefährdete Bereiche ausgeführt ist.

PROFIBUSMusterprüfungArchitectureSchwer
Antwort

Richtig

PROFIBUS PA unterscheidet sich vom DP grundlegend: Die MBP-Bitübertragungsschicht (statt RS-485) arbeitet mit 31,25 kbit/s und versorgt die Feldgeräte über den Bus mit Energie. Die Eigensicherheit (Ex ia/ib) erlaubt den Einsatz in Gas- und Staubexplosionsbereichen. Ein DP/PA-Koppler verbindet das DP-Backbone mit dem PA-Segment. Typische Geräte sind Temperatur-, Druck- und Durchflussmessumformer (Endress+Hauser, Siemens SITRANS, Yokogawa). Haupteinsatzgebiete: Chemie, Pharma, Oil & Gas. Die moderne Weiterentwicklung ist Ethernet-APL für PROFINET.

Vorbereitungstipp

Fallstrick: PROFIBUS PA niemals direkt an einen DP-Master anschließen - der DP/PA-Koppler ist zwingend, da MBP und RS-485 elektrisch unvereinbar sind.

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Zuletzt aktualisiert: 19. Mai 2026

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