schwer BACnet-Prüfungsfragen
BACnet Fundamentals-Musterprüfungsfragen ausgewählt auf schwer-Niveau. Ideal um sich auf die diskriminierenden Fragen am Prüfungstag vorzubereiten.
Fragen Niveau Schwer
Q01
BACnet MS/TP verwendet ein 'Token Passing'-Verfahren zwischen den Master-Knoten eines RS-485-Segments: Wer den Token besitzt, darf während eines begrenzten Zeitschlitzes kommunizieren und gibt den Token anschließend an den nächsten Master im logischen Ring weiter.WahrFalsch5. MS/TP· Token Passing· SchwerRichtige AntwortWahrLerntippToken Passing entspricht hier dem aus Token Ring bekannten Verfahren, jedoch auf RS-485. Wesentliche Eigenschaften: Nur Master-Knoten können den Token besitzen und Kommunikationen initiieren. Slaves antworten ausschließlich auf Master-Anfragen und nehmen am Token-Umlauf nicht teil. Der rotierende Token bestimmt die Zugriffsreihenfolge; es treten keine Kollisionen auf und die Latenz ist vorhersagbar. Antwortet ein Master nicht, wird er nach einem Timeout im Token-Umlauf übersprungen. Die Performance liegt bei 9600 bis 115200 Baud und in der Praxis bei rund 30 bis 100 Knoten pro Segment. MS/TP ist deterministischer als Halb-Duplex-Ethernet, aber langsamer.
Q02
Bei einem nicht funktionierenden MS/TP-Segment sind die klassischen Prüfpunkte: 120-Ohm-Abschlüsse an beiden Enden, Bias-Polarisationswiderstände (typisch 680 Ohm) an genau einem Device, eindeutige MAC pro Device, identische Baudrate auf allen Devices und korrekte Polung des Kabels.WahrFalsch22. Practical· MS/TP-Segment Troubleshooting· SchwerRichtige AntwortWahrLerntippCheckliste für das MS/TP-Troubleshooting: erstens Terminierungen, die 120-Ohm-Abschlüsse an beiden Busenden, zweitens Bias-Widerstände an nur einem Device (typisch dem Master), um den Ruhepegel zu polarisieren, drittens eindeutige MACs ohne Duplikate, viertens identische Baudrate auf allen Devices, fünftens die Einhaltung der Polung (Blau/Weiss), und sechstens ein normgerechtes Kabel mit 120 Ohm Impedanz und verdrillten Adern. 80 % der MS/TP-Probleme lassen sich auf einen dieser sechs Punkte zurückführen.
Q03
Niagara Workbench (Tridium/Honeywell) ist ein Java-basiertes Engineering-Tool, das die visuelle Programmierung (Wire Sheet), die BACnet-Konfiguration und das Deployment auf JACE-Controller für multi-protokollfähige BMS-Projekte ermöglicht.WahrFalsch23. Engineering· Niagara Workbench· SchwerRichtige AntwortWahrLerntippFunktionen von Niagara Workbench: Wire Sheet erlaubt grafische Drag-and-Drop-Programmierung; die Object-Palette enthält Komponenten für BACnet, Modbus, KNX und OPC UA; Histories bieten Trend Logs und Reporting; Schedules werden als Wochenübersicht mit Ausnahmen visualisiert; Treiber unterstützen den Import von GSD, GSDML usw.; die Web-UI stellt deploybare HMI-Komponenten bereit. Es ist Standard im modernen Zweckbau in Europa und den USA; Lizenzen pro JACE und Punkt kosten ca. 5 000-50 000 Euro pro Projekt je nach Größe.