Modbus ASCII überträgt jedes Byte als zwei ASCII-Hex-Zeichen (z. B. 0x4F als '4F'), mit dem Telegrammbegrenzer ':' am Anfang und CR+LF am Ende, und nutzt als Prüfsumme LRC (Longitudinal Redundancy Check) statt des bei RTU eingesetzten CRC.
Richtig
Modbus ASCII ist legacy und im Jahr 2026 nur noch selten anzutreffen. Jedes Byte wird in zwei ASCII-Hex-Zeichen umgewandelt (0x4F wird zu '4F'); das Telegramm besteht aus ':' (Start), Address, Function, Data, LRC, CR, LF. Der LRC belegt 1 Byte (anders als der 16-Bit-CRC bei RTU). Die nutzbare Bandbreite halbiert sich gegenüber RTU, weil jedes Byte zu zwei Zeichen wird. Vorteil in der Theorie: lesbar mit einem seriellen Terminal. Nachteil: doppelt so langsam wie RTU.
Praxistipp: Bei Altanlagen ASCII zuerst durch RTU ersetzen, bevor man auf TCP migriert - die Umstellung auf TCP ist sonst doppelt aufwendig.
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