ETS Programming KNX Basic: Prüfungsfragen mit Musterlösungen
Übungsfragen aus dem Block ETS Programming der KNX Basic Certification-Zertifizierung. Ausführliche Lösungen, öffentliche Quellen, ohne Registrierung lesbar.
Fragen zum Thema "ETS Programming"
Q01
Die physikalische Programmiertaste eines Geräts muss vor jedem Download von Parametern betätigt werden.WahrFalsch7. ETS Programming· Programmiertaste· MittelRichtige AntwortFalschLerntippFalsch. Die Programmiertaste ist ausschließlich beim ersten Download der physikalischen Adresse (Individual Address Download) zu betätigen, damit das Gerät die neue Adresse übernimmt. Nach erfolgter Adressvergabe erfolgen alle weiteren Downloads (Parameter, Applikationsprogramm) ohne Tastendruck, da ETS das Gerät direkt über seine physikalische Adresse anspricht.
Q02
Welche Download-Art wird in ETS üblicherweise verwendet, um nach einer kleinen Parameteränderung Zeit zu sparen?- A.Full Download (Parameter und Applikation)
- B.Partial Download (nur Delta)
- C.Unload (vorheriges Entladen des Geräts)
- D.Reset auf Werkseinstellungen
7. ETS Programming· Download-Arten· MittelRichtige AntwortB — Partial Download (nur Delta)LerntippDer Partial Download überträgt nur die seit dem letzten Download geänderten Parameter und ist daher deutlich schneller als ein Full Download, der die gesamte Konfiguration neu schreibt. ETS wählt in der Regel automatisch zwischen beiden Varianten, je nach Umfang der Änderungen, lässt sich aber bei Bedarf manuell zwingen. Unload dient zum Leeren eines Geräts vor erneuter Verwendung, ein Werksreset ist keine ETS-Download-Art im engeren Sinne.
Q03
Der Befehl "Reset Device" in ETS bewirkt einen Software-Neustart eines KNX-Geräts, ohne dessen individuelle Adresse oder Applikationskonfiguration zu löschen.WahrFalsch7. ETS Programming· Geräte-Reset· MittelRichtige AntwortWahrLerntippReset Device entspricht einem Warmstart: Das Gerät verliert seinen Laufzeitzustand (RAM), initialisiert Timer, zyklische Sendungen und Zähler neu, behält jedoch die individuelle Adresse, das Applikationsprogramm, die ETS-Parameter sowie die Bindings Gruppenadresse ↔ Gruppenobjekt. Nützlich, um das erneute Senden der Initialwerte zu erzwingen (zyklisches Senden nach einem Absturz), um ein bestimmtes Neustartverhalten zu testen oder um ein Gerät aus einem hängenden Zustand zu lösen, ohne die Konfiguration neu laden zu müssen. Nicht zu verwechseln mit Unload All (vollständiges Decommissioning) oder einer Unterbrechung der Versorgungsspannung.
Q04
Ein und dasselbe Gruppenobjekt kann in ETS gleichzeitig mit mehreren Gruppenadressen verknüpft werden, was typischerweise dafür genutzt wird, damit ein Aktor auf mehrere Befehle reagiert (z. B. Einzelsteuerung + Zonensteuerung + Szene).WahrFalsch7. ETS Programming· Multi-Binding· MittelRichtige AntwortWahrLerntippMulti-Binding = grundlegendes KNX-Pattern. Konkrete Beispiele: eine Beleuchtung, die auf ihren lokalen Schalter + auf einen "Alles aus"-Befehl im Flur + auf eine Szene "Verlassen" reagiert; ein Rollladen, der auf seinen lokalen Taster + auf eine Zonenzentrale + auf ein Sicherheitsszenario (automatisches Hochfahren bei Sturm) reagiert. Der Aktor besitzt also nur ein Gruppenobjekt "Schalten Steuerung", das mit 3-4 verschiedenen Gruppenadressen verbunden ist (Beleuchtung_Lokal_Wohnzimmer, Beleuchtung_Alles_Aus, Szene_Verlassen). Alle diese Adressen können in das Objekt schreiben; nur eine (die Sending Address) wird zum Senden der Statusmeldung verwendet.
Q05
Der Programmiertaster an einem KNX-Produkt bzw. an der BCU muss während der Inbetriebnahme gedrückt werden, um die Gruppenadressen zuzuweisen.WahrFalsch7. ETS Programming· Offizielle Musterprüfung 4· MittelRichtige AntwortFalschLerntippDer Programmiertaster aktiviert ausschließlich den Programmiermodus für die Zuweisung der physikalischen Adresse (individual address). Diese muss einmalig vergeben werden, damit die ETS das Gerät über den Bus eindeutig identifizieren und ansprechen kann. Sobald die physikalische Adresse vergeben ist, erfolgen alle weiteren Downloads — also Applikation, Parameter und Gruppenadressen — gezielt über die physikalische Adresse, ohne dass der Programmiertaster nochmals gedrückt werden muss. Das Drücken des Tasters für Gruppenadressen ist daher ein klassisches Missverständnis.