KNX Basic · Mittel-Stufe

mittel KNX Basic-Prüfungsfragen

KNX Basic Certification-Musterprüfungsfragen ausgewählt auf mittel-Niveau. Ideal um das Gelernte zu festigen und das tatsächliche Niveau einzuschätzen.

18 Fragen~ 16 MinMittel

Fragen Niveau Mittel

  1. Q01
    Wie viele Linien darf ein KNX-TP-Bereich (Area) maximal enthalten?
    • A.12
    • B.15
    • C.16
    • D.32
    2. TP Topology· Bereichsgrenzen· Mittel
    Richtige Antwort
    B — 15
    Lerntipp

    Ein KNX-TP-Bereich (Area) darf maximal 15 untergeordnete Linien enthalten, die jeweils über ihren Linienkoppler an die Bereichslinie (Main Line) angebunden sind. Häufiger Distraktor ist 16, da man die Bereichslinie selbst hinzuzählt; gefragt ist jedoch nur die Anzahl der untergeordneten Linien. 12 und 32 sind reine Verteilerwerte ohne Bezug zur KNX-Topologie.

  2. Q02
    Eine KNX-TP-Linie kann durch den Einsatz von Linienverstärkern (Repeatern) bis zu 256 Geräte aufnehmen.
    WahrFalsch
    2. TP Topology· Liniengrenzen· Mittel
    Richtige Antwort
    Wahr
    Lerntipp

    Eine KNX-TP-Linie nimmt nativ bis zu 64 Geräte auf. Mit Linienverstärkern (Line Repeatern) lässt sie sich auf bis zu vier Segmente mit jeweils 64 Geräten erweitern, also 4 × 64 = 256 Geräte auf einer einzigen logischen Linie. Mehr Segmente sind nicht zulässig, da sonst die Telegrammlaufzeiten und die elektrischen Eigenschaften gefährdet wären.

  3. Q03
    In einem KNX-Bereich (Area) liegt die maximale Anzahl von Linienkopplern bei 15, einer pro Tochterlinie.
    WahrFalsch
    2. TP Topology· Bereichsbegrenzungen· Mittel
    Richtige Antwort
    Wahr
    Lerntipp

    Richtig. Ein Bereich darf bis zu 15 Tochterlinien (Linien 1-15) enthalten, von denen jede über einen eigenen Linienkoppler an die Hauptlinie (Main Line) des Bereichs angebunden wird. Daraus ergeben sich maximal 15 Linienkoppler je Bereich. Die Hauptlinie selbst zählt als Linie 0 und benötigt keinen Linienkoppler.

  4. Q04
    Welches Flag eines KNX-Gruppenobjekts muss aktiviert sein, damit das Gerät bei jeder Wertänderung des Objekts ein Telegramm aussendet?
    • A.Flag C (Communication)
    • B.Flag T (Transmit)
    • C.Flag W (Write)
    • D.Flag U (Update)
    3. Bus Devices· Gruppenobjekt-Flags· Mittel
    Richtige Antwort
    B — Flag T (Transmit)
    Lerntipp

    Das Flag T (Transmit) aktiviert das spontane Senden eines Telegramms, sobald sich der Wert des Gruppenobjekts lokal ändert. Flag C ist Grundvoraussetzung und schaltet die Kommunikation überhaupt erst frei. Flag W erlaubt die Aktualisierung des Werts durch eingehende Write-Telegramme. Flag U verarbeitet eingehende Update-Telegramme als Antwort auf ein Read. Ohne T kann das Gerät zwar empfangen, sendet aber seinen eigenen Wert nie aktiv aus.

  5. Q05
    Die DPT 1.001 (Switch) und 1.008 (UpDown) besitzen dieselbe Bitlänge und dieselbe binäre Struktur; sie unterscheiden sich ausschließlich in ihrer semantischen Bedeutung.
    WahrFalsch
    3. Bus Devices· DPT (Datapoint Types)· Mittel
    Richtige Antwort
    Wahr
    Lerntipp

    Beide DPT gehören zur Familie 1.xxx und sind auf 1 Bit codiert (boolescher Wert). DPT 1.001 = Switch (ein/aus für Schaltvorgänge), DPT 1.008 = UpDown (auf/ab für Beschattungen). Die semantische Unterscheidung erlaubt es ETS, in der Oberfläche passende Bezeichnungen und Symbole anzubieten und so Verwechslungen bei der Verknüpfung von Gruppenobjekten zu vermeiden.

  6. Q06
    KNX RF Multi ist neuer als KNX RF Ready und verwendet mehrere Frequenzkanäle, um die Robustheit der Kommunikation zu verbessern.
    WahrFalsch
    4. KNX RF· RF Ready vs. RF Multi· Mittel
    Richtige Antwort
    Wahr
    Lerntipp

    KNX RF Multi ist die aktuell empfohlene Generation. Es nutzt mehrere Kanäle innerhalb des 868-MHz-Bandes sowie einen Fast-Retry-Mechanismus, um die Übertragung in gestörten Umgebungen abzusichern. RF Ready arbeitet hingegen historisch einkanalig und ist gegenüber Störungen im ISM-Band deutlich anfälliger.

  7. Q07
    Eine Busterminierung (Abschlusswiderstand) ist an jedem Ende eines KNX-TP-Segments zwingend erforderlich, ähnlich wie bei einem RS-485-Bus.
    WahrFalsch
    5. TP Installation· Verkabelung· Mittel
    Richtige Antwort
    Falsch
    Lerntipp

    Falsch. KNX TP benötigt keine Busterminierung. Das ist einer der zentralen Unterschiede zu anderen differentiellen Bussen wie RS-485 oder CAN. Die physikalische Topologie darf daher als Linie, Stern oder Baum sowie in beliebiger Mischung verlegt werden — einzig die geschlossene Ringtopologie ist unzulässig.

  8. Q08
    ETS Lite ist auf 20 Geräte pro Projekt begrenzt, während ETS Professional keine derartige Begrenzung besitzt.
    WahrFalsch
    6. ETS Project Design· ETS-Versionen· Mittel
    Richtige Antwort
    Wahr
    Lerntipp

    ETS6 Lite ist auf 20 Geräte pro Projekt begrenzt, was für eine Wohnung oder ein kleines Haus in der Regel ausreicht. ETS6 Professional kennt diese praktische Beschränkung nicht. ETS6 Inside richtete sich an einfache Selbstinstallationen. Der Rabatt-Voucher von 12,5 %, den man nach erfolgreichem Basic-Abschluss erhält, gilt für ETS Professional.

  9. Q09
    Die physikalische Programmiertaste eines Geräts muss vor jedem Download von Parametern betätigt werden.
    WahrFalsch
    7. ETS Programming· Programmiertaste· Mittel
    Richtige Antwort
    Falsch
    Lerntipp

    Falsch. Die Programmiertaste ist ausschließlich beim ersten Download der physikalischen Adresse (Individual Address Download) zu betätigen, damit das Gerät die neue Adresse übernimmt. Nach erfolgter Adressvergabe erfolgen alle weiteren Downloads (Parameter, Applikationsprogramm) ohne Tastendruck, da ETS das Gerät direkt über seine physikalische Adresse anspricht.

  10. Q10
    Welche Download-Art wird in ETS üblicherweise verwendet, um nach einer kleinen Parameteränderung Zeit zu sparen?
    • A.Full Download (Parameter und Applikation)
    • B.Partial Download (nur Delta)
    • C.Unload (vorheriges Entladen des Geräts)
    • D.Reset auf Werkseinstellungen
    7. ETS Programming· Download-Arten· Mittel
    Richtige Antwort
    B — Partial Download (nur Delta)
    Lerntipp

    Der Partial Download überträgt nur die seit dem letzten Download geänderten Parameter und ist daher deutlich schneller als ein Full Download, der die gesamte Konfiguration neu schreibt. ETS wählt in der Regel automatisch zwischen beiden Varianten, je nach Umfang der Änderungen, lässt sich aber bei Bedarf manuell zwingen. Unload dient zum Leeren eines Geräts vor erneuter Verwendung, ein Werksreset ist keine ETS-Download-Art im engeren Sinne.

  11. Q11
    Der Befehl "Reset Device" in ETS bewirkt einen Software-Neustart eines KNX-Geräts, ohne dessen individuelle Adresse oder Applikationskonfiguration zu löschen.
    WahrFalsch
    7. ETS Programming· Geräte-Reset· Mittel
    Richtige Antwort
    Wahr
    Lerntipp

    Reset Device entspricht einem Warmstart: Das Gerät verliert seinen Laufzeitzustand (RAM), initialisiert Timer, zyklische Sendungen und Zähler neu, behält jedoch die individuelle Adresse, das Applikationsprogramm, die ETS-Parameter sowie die Bindings Gruppenadresse ↔ Gruppenobjekt. Nützlich, um das erneute Senden der Initialwerte zu erzwingen (zyklisches Senden nach einem Absturz), um ein bestimmtes Neustartverhalten zu testen oder um ein Gerät aus einem hängenden Zustand zu lösen, ohne die Konfiguration neu laden zu müssen. Nicht zu verwechseln mit Unload All (vollständiges Decommissioning) oder einer Unterbrechung der Versorgungsspannung.

  12. Q12
    Ein und dasselbe Gruppenobjekt kann in ETS gleichzeitig mit mehreren Gruppenadressen verknüpft werden, was typischerweise dafür genutzt wird, damit ein Aktor auf mehrere Befehle reagiert (z. B. Einzelsteuerung + Zonensteuerung + Szene).
    WahrFalsch
    7. ETS Programming· Multi-Binding· Mittel
    Richtige Antwort
    Wahr
    Lerntipp

    Multi-Binding = grundlegendes KNX-Pattern. Konkrete Beispiele: eine Beleuchtung, die auf ihren lokalen Schalter + auf einen "Alles aus"-Befehl im Flur + auf eine Szene "Verlassen" reagiert; ein Rollladen, der auf seinen lokalen Taster + auf eine Zonenzentrale + auf ein Sicherheitsszenario (automatisches Hochfahren bei Sturm) reagiert. Der Aktor besitzt also nur ein Gruppenobjekt "Schalten Steuerung", das mit 3-4 verschiedenen Gruppenadressen verbunden ist (Beleuchtung_Lokal_Wohnzimmer, Beleuchtung_Alles_Aus, Szene_Verlassen). Alle diese Adressen können in das Objekt schreiben; nur eine (die Sending Address) wird zum Senden der Statusmeldung verwendet.

  13. Q13
    Der Bus Monitor in ETS zeigt Telegramme auf der rohen Frame-Ebene an, während der Group Monitor die Telegramme gefiltert und formatiert auf Ebene der Gruppenadressen darstellt.
    WahrFalsch
    8. Diagnostics· Monitoring-Werkzeuge· Mittel
    Richtige Antwort
    Wahr
    Lerntipp

    Genau diese Unterscheidung gilt. Der Bus Monitor liefert eine technische Rohansicht, die bei Low-Level-Problemen wie fehlenden Acknowledgements, Paritätsfehlern oder unklarer Quelladresse hilft. Der Group Monitor bietet eine fachliche, gefilterte Sicht und zeigt die je Gruppenadresse per DPT dekodierten Werte — ideal, um zu prüfen, ob ein Tastendruck tatsächlich das erwartete Telegramm auslöst.

  14. Q14
    KNX Data Secure verschlüsselt Telegramme auf Anwendungsebene (Gruppenobjekt), während KNX IP Secure auf Transportebene (zwischen IP-Routern) verschlüsselt.
    WahrFalsch
    9. KNX Secure· Data Secure vs. IP Secure· Mittel
    Richtige Antwort
    Wahr
    Lerntipp

    Die zentrale Unterscheidung lautet: Data Secure bietet Verschlüsselung und Authentifizierung auf der Anwendungsschicht, ende-zu-ende zwischen den Geräten, und schützt den Wert eines Gruppenobjekts. IP Secure verschlüsselt hingegen auf der IP-Transportebene, zwischen IP-Routern oder via Tunneling, und schützt damit den IP-Verkehr; für die nachgelagerten TP-Geräte ist diese Verschlüsselung transparent. Beide Verfahren lassen sich kombinieren.

  15. Q15
    Ein vollständig programmiertes Standard-KNX-Gerät enthält eine physikalische Adresse, eine Applikation, Parameter und die Gruppenadressen.
    WahrFalsch
    1. System Overview· Offizielle Musterprüfung 3· Mittel
    Richtige Antwort
    Wahr
    Lerntipp

    Die Inbetriebnahme eines KNX-Geräts über die ETS umfasst genau diese vier Bestandteile: die eindeutige physikalische Adresse zur Identifikation auf dem Bus, das Applikationsprogramm (Firmware-Logik vom Hersteller), die in der ETS gesetzten Parameter (Verhalten der Applikation) sowie die Verknüpfungen zwischen Gruppenobjekten und Gruppenadressen (Funktionsverbund). Erst wenn alle vier Schichten geladen sind, ist das Gerät betriebsbereit.

  16. Q16
    Der Programmiertaster an einem KNX-Produkt bzw. an der BCU muss während der Inbetriebnahme gedrückt werden, um die Gruppenadressen zuzuweisen.
    WahrFalsch
    7. ETS Programming· Offizielle Musterprüfung 4· Mittel
    Richtige Antwort
    Falsch
    Lerntipp

    Der Programmiertaster aktiviert ausschließlich den Programmiermodus für die Zuweisung der physikalischen Adresse (individual address). Diese muss einmalig vergeben werden, damit die ETS das Gerät über den Bus eindeutig identifizieren und ansprechen kann. Sobald die physikalische Adresse vergeben ist, erfolgen alle weiteren Downloads — also Applikation, Parameter und Gruppenadressen — gezielt über die physikalische Adresse, ohne dass der Programmiertaster nochmals gedrückt werden muss. Das Drücken des Tasters für Gruppenadressen ist daher ein klassisches Missverständnis.

  17. Q17
    Die korrekte Funktion eines Sensors in einer KNX-Installation lässt sich durch Vergleich der Filtertabellen prüfen.
    WahrFalsch
    6. ETS Project Design· Offizielle Musterprüfung 4· Mittel
    Richtige Antwort
    Falsch
    Lerntipp

    Filtertabellen sind ein Werkzeug der Linien- und Bereichskoppler: Sie steuern, welche Gruppenadressen über die Koppler weitergeleitet werden, und sind aus dem ETS-Projekt abgeleitet. Sie sagen nichts darüber aus, ob ein einzelner Sensor physikalisch korrekt funktioniert — also ob z. B. ein Bewegungs- oder Temperaturwert erfasst und als Telegramm gesendet wird. Zur Funktionsprüfung eines Sensors dienen das Gruppenmonitor-/Busmonitor-Werkzeug der ETS, das Auslesen der Gruppenobjektwerte oder die direkte physikalische Stimulation des Sensors.

  18. Q18
    Das asymmetrische Bewertungsschema der KNX-Basic-Prüfung (+1 / -0,5 / 0) macht es sinnvoll, bei Fragen, deren Antwort man komplett nicht kennt, lieber zu enthalten, statt zufällig zu raten.
    WahrFalsch
    10. Exam Meta· Bewertungsschema· Mittel
    Richtige Antwort
    Wahr
    Lerntipp

    Eine richtige Antwort bringt +1 Punkt, eine falsche Antwort kostet 0,5 Punkte und eine Enthaltung ergibt 0 Punkte. Beim reinen Zufallsraten auf eine True/False-Frage liegt der Erwartungswert bei (0,5 × 1) + (0,5 × −0,5) = +0,25 Punkten, ist also rechnerisch leicht positiv. Sobald jedoch keine Intuition vorhanden ist und mehrere unsichere Antworten kombiniert werden, kann der Erwartungswert durch Pech leicht negativ ausfallen. Bei komplett unbekannten Fragen ist die Enthaltung mit garantiert 0 Punkten daher die risikoärmere Strategie.

Mehr Inhalte?

Alle KNX Basic-Module anzeigen

Andere Schwierigkeitsstufen

CertifBus ist ein unabhängiges Werkzeug. KNX Basic ist eine eingetragene Marke von KNX Association. CertifBus ist weder mit KNX Association noch mit einer anderen offiziellen Zertifizierungsstelle verbunden oder von dieser autorisiert. Die angebotenen Fragen sind Simulationen zu Lernzwecken und garantieren keinen Erfolg in der offiziellen Prüfung.

KNX Basic-Zertifizierung entdecken →
Mit der vollständigen Prüfung fortfahren
KNX BASIC & ADVANCED

Bereit zu erfahren, wo Sie wirklich stehen?

Täglich 10 kostenlose Fragen, ohne Konto. Vollzugang nur, wenn Sie es bis zum Ende durchziehen wollen.

+1/−0,5 offizielle WertungFR·EN·DE Oberfläche und Erklärungen9 ab · Einmalzahlung
Newsletter

Erhalten Sie Start-Ankündigungen

Wir benachrichtigen Sie per E-Mail, wenn eine neue Bank verfügbar wird (BACnet, Modbus, etc.) oder ein neues Tool. Plus ein Early-Bird-Rabatt auf erste Käufe. Kein Spam.

Abmeldung mit einem Klick. Keine Weitergabe an Dritte.