KNX Basic · Mittel-Stufe

mittel KNX Basic-Prüfungsfragen

KNX Basic Certification-Musterprüfungsfragen ausgewählt auf mittel-Niveau. Ideal um das Gelernte zu festigen und das tatsächliche Niveau einzuschätzen.

Mit Quellen belegt~ 5 MinMittel

Fragen Niveau Mittel

  1. Q01
    In einem KNX-Bereich (Area) liegt die maximale Anzahl von Linienkopplern bei 15, einer pro Tochterlinie.
    WahrFalsch
    2. TP Topology· Bereichsbegrenzungen· Mittel
    Richtige Antwort
    Wahr
    Lerntipp

    Richtig. Ein Bereich darf bis zu 15 Tochterlinien (Linien 1-15) enthalten, von denen jede über einen eigenen Linienkoppler an die Hauptlinie (Main Line) des Bereichs angebunden wird. Daraus ergeben sich maximal 15 Linienkoppler je Bereich. Die Hauptlinie selbst zählt als Linie 0 und benötigt keinen Linienkoppler.

  2. Q02
    Der Befehl "Reset Device" in ETS bewirkt einen Software-Neustart eines KNX-Geräts, ohne dessen individuelle Adresse oder Applikationskonfiguration zu löschen.
    WahrFalsch
    7. ETS Programming· Geräte-Reset· Mittel
    Richtige Antwort
    Wahr
    Lerntipp

    Reset Device entspricht einem Warmstart: Das Gerät verliert seinen Laufzeitzustand (RAM), initialisiert Timer, zyklische Sendungen und Zähler neu, behält jedoch die individuelle Adresse, das Applikationsprogramm, die ETS-Parameter sowie die Bindings Gruppenadresse ↔ Gruppenobjekt. Nützlich, um das erneute Senden der Initialwerte zu erzwingen (zyklisches Senden nach einem Absturz), um ein bestimmtes Neustartverhalten zu testen oder um ein Gerät aus einem hängenden Zustand zu lösen, ohne die Konfiguration neu laden zu müssen. Nicht zu verwechseln mit Unload All (vollständiges Decommissioning) oder einer Unterbrechung der Versorgungsspannung.

  3. Q03
    Ein und dasselbe Gruppenobjekt kann in ETS gleichzeitig mit mehreren Gruppenadressen verknüpft werden, was typischerweise dafür genutzt wird, damit ein Aktor auf mehrere Befehle reagiert (z. B. Einzelsteuerung + Zonensteuerung + Szene).
    WahrFalsch
    7. ETS Programming· Multi-Binding· Mittel
    Richtige Antwort
    Wahr
    Lerntipp

    Multi-Binding = grundlegendes KNX-Pattern. Konkrete Beispiele: eine Beleuchtung, die auf ihren lokalen Schalter + auf einen "Alles aus"-Befehl im Flur + auf eine Szene "Verlassen" reagiert; ein Rollladen, der auf seinen lokalen Taster + auf eine Zonenzentrale + auf ein Sicherheitsszenario (automatisches Hochfahren bei Sturm) reagiert. Der Aktor besitzt also nur ein Gruppenobjekt "Schalten Steuerung", das mit 3-4 verschiedenen Gruppenadressen verbunden ist (Beleuchtung_Lokal_Wohnzimmer, Beleuchtung_Alles_Aus, Szene_Verlassen). Alle diese Adressen können in das Objekt schreiben; nur eine (die Sending Address) wird zum Senden der Statusmeldung verwendet.

  4. Q04
    Ein vollständig programmiertes Standard-KNX-Gerät enthält eine physikalische Adresse, eine Applikation, Parameter und die Gruppenadressen.
    WahrFalsch
    1. System Overview· Offizielle Musterprüfung 3· Mittel
    Richtige Antwort
    Wahr
    Lerntipp

    Die Inbetriebnahme eines KNX-Geräts über die ETS umfasst genau diese vier Bestandteile: die eindeutige physikalische Adresse zur Identifikation auf dem Bus, das Applikationsprogramm (Firmware-Logik vom Hersteller), die in der ETS gesetzten Parameter (Verhalten der Applikation) sowie die Verknüpfungen zwischen Gruppenobjekten und Gruppenadressen (Funktionsverbund). Erst wenn alle vier Schichten geladen sind, ist das Gerät betriebsbereit.

  5. Q05
    Der Programmiertaster an einem KNX-Produkt bzw. an der BCU muss während der Inbetriebnahme gedrückt werden, um die Gruppenadressen zuzuweisen.
    WahrFalsch
    7. ETS Programming· Offizielle Musterprüfung 4· Mittel
    Richtige Antwort
    Falsch
    Lerntipp

    Der Programmiertaster aktiviert ausschließlich den Programmiermodus für die Zuweisung der physikalischen Adresse (individual address). Diese muss einmalig vergeben werden, damit die ETS das Gerät über den Bus eindeutig identifizieren und ansprechen kann. Sobald die physikalische Adresse vergeben ist, erfolgen alle weiteren Downloads — also Applikation, Parameter und Gruppenadressen — gezielt über die physikalische Adresse, ohne dass der Programmiertaster nochmals gedrückt werden muss. Das Drücken des Tasters für Gruppenadressen ist daher ein klassisches Missverständnis.

  6. Q06
    Die korrekte Funktion eines Sensors in einer KNX-Installation lässt sich durch Vergleich der Filtertabellen prüfen.
    WahrFalsch
    6. ETS Project Design· Offizielle Musterprüfung 4· Mittel
    Richtige Antwort
    Falsch
    Lerntipp

    Filtertabellen sind ein Werkzeug der Linien- und Bereichskoppler: Sie steuern, welche Gruppenadressen über die Koppler weitergeleitet werden, und sind aus dem ETS-Projekt abgeleitet. Sie sagen nichts darüber aus, ob ein einzelner Sensor physikalisch korrekt funktioniert — also ob z. B. ein Bewegungs- oder Temperaturwert erfasst und als Telegramm gesendet wird. Zur Funktionsprüfung eines Sensors dienen das Gruppenmonitor-/Busmonitor-Werkzeug der ETS, das Auslesen der Gruppenobjektwerte oder die direkte physikalische Stimulation des Sensors.

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