schwer KNX Basic-Prüfungsfragen
KNX Basic Certification-Musterprüfungsfragen ausgewählt auf schwer-Niveau. Ideal um sich auf die diskriminierenden Fragen am Prüfungstag vorzubereiten.
Fragen Niveau Schwer
Q01
Auf wie vielen Bit wird die Gruppenadresse in einem KNX-TP1-Telegramm kodiert?- A.8 Bit
- B.16 Bit
- C.24 Bit
- D.32 Bit
2. TP Topology· Kodierung der Gruppenadresse· SchwerRichtige AntwortB — 16 BitLerntippDie Gruppenadresse wird im TP1-Telegramm auf 16 Bit kodiert, unabhängig von der in ETS gewählten Darstellungsstruktur (Free, 2-stufig, 3-stufig). Die Darstellungsstrukturen unterteilen diese 16 Bit lediglich anders für die menschliche Lesbarkeit: Free = 16 freie Bit, 2-stufig = Main (5 Bit) / Sub (11 Bit), 3-stufig = Main (5 Bit) / Middle (3 Bit) / Sub (8 Bit). Das physikalische Telegramm bleibt in allen Fällen identisch.
Q02
Der Adressraum für Gruppenadressen in KNX TP1 erlaubt bis zu 65 536 verschiedene Gruppenadressen (2^16).WahrFalsch2. TP Topology· Adressraum Gruppenadressen· SchwerRichtige AntwortWahrLerntippDie Gruppenadresse wird im Telegramm mit 16 Bit codiert, was 65 536 möglichen Werten entspricht. In der Praxis ist die Adresse 0/0/0 für den Broadcast reserviert. Diese Kapazität reicht selbst für sehr große Anlagen aus; Engpässe entstehen eher durch die Geräteanzahl pro Linie oder die Filtertabellen-Komplexität als durch den Gruppenadressraum.
Q03
Beim Download meldet ETS den Fehler "Address conflict". Was ist die wahrscheinlichste Ursache?- A.Die physikalische Adresse des Zielgeräts wird bereits von einem anderen, online befindlichen Gerät verwendet
- B.Das Zielgerät hat keine Spannungsversorgung
- C.Die Filtertabelle des Linienkopplers blockiert den Download
- D.Das Buskabel ist verpolt angeschlossen
8. Diagnostics· Adresskonflikt· SchwerRichtige AntwortA — Die physikalische Adresse des Zielgeräts wird bereits von einem anderen, online befindlichen Gerät verwendetLerntipp"Address conflict" beim Download bedeutet, dass zwei Geräte auf dieselbe physikalische Adresse antworten. Typisch ist das, wenn ein bereits installiertes Gerät dieselbe Adresse trägt wie das neu zu programmierende oder wenn ein Gerät im Projekt dupliziert wurde. Lösung: Geräte einzeln isolieren (Spannung trennen oder physisch entfernen) oder die Programmiertaste zur Neuzuweisung verwenden. Fehlende Spannung würde "Device not responding" auslösen, die Filtertabelle blockiert keine Adresszuweisung, und das KNX-TP-Kabel ist konstruktionsbedingt verpolungssicher — Antwort D ist also bereits an sich falsch.
Q04
Die FDSK (Factory Default Setup Key) eines Secure-Geräts ist ein werkseitiger Schlüssel, der als QR-Code auf dem Gerät aufgedruckt ist und bei der erstmaligen Inbetriebnahme in ETS verwendet wird.WahrFalsch9. KNX Secure· FDSK· SchwerRichtige AntwortWahrLerntippDie FDSK ist auf dem Etikett des Secure-Geräts aufgedruckt, häufig als QR-Code. Beim Hinzufügen des Geräts zum Projekt verlangt ETS die FDSK, um die Übernahme der Kontrolle zu authentifizieren. Im laufenden Betrieb leitet ETS daraus Laufzeitschlüssel ab, die im passwortgeschützten ETS-Keyring abgelegt werden. Die FDSK sollte sicher aufbewahrt werden, da ihr Verlust die Wiederherstellung eines Geräts erheblich erschwert.
Quelle: KNX Support — Data SecureQ05
Die Aktivierung von Data Secure für eine Gruppenadresse fügt pro Telegramm einen Overhead hinzu (Authentifizierung und Verschlüsselung), der die verfügbare Nutzlast für die Anwendung reduziert.WahrFalsch9. KNX Secure· Data-Secure-Overhead· SchwerRichtige AntwortWahrLerntippRichtig. Data Secure ergänzt jedes Telegramm um einen Sequenzzähler und einen kryptografischen Message Authentication Code, was einige zusätzliche Bytes belegt. Dadurch verringert sich die effektiv nutzbare Payload, was insbesondere bei langen Datenpunkttypen wie DPT 16 (14-Byte-Strings) zu Einschränkungen oder Fragmentierung führen kann. Bei kurzen DPTs wie DPT 1 oder DPT 5 ist der Effekt im Alltag dagegen unproblematisch.
Q06
In einer Installation vor 2018 dürfen an einer TP-Hauptlinie maximal 64 Sensoren, Aktoren, Linien- und Bereichskoppler angeschlossen werden.WahrFalsch2. TP Topology· Offizielle Musterprüfung 4· SchwerRichtige AntwortWahrLerntippVor der Spezifikationsanpassung im Jahr 2018 war die maximale Teilnehmerzahl pro TP-Liniensegment auf 64 Geräte begrenzt, da nur ein Liniensegment ohne Repeater zulässig war. Dies galt entsprechend auch für Hauptlinien, an denen Linienkoppler, Bereichskoppler sowie eigenständige Sensoren und Aktoren mitgezählt wurden. Mit der erweiterten Spezifikation (KNX Handbuch 2018) sind heute bis zu 4 Liniensegmente à 64 Geräte und damit 256 Teilnehmer pro Linie möglich. Für Altinstallationen bleibt das alte Limit von 64 jedoch verbindlich.