KNX Advanced · Mittel-Stufe

mittel KNX Advanced-Prüfungsfragen

KNX Advanced Certification-Musterprüfungsfragen ausgewählt auf mittel-Niveau. Ideal um das Gelernte zu festigen und das tatsächliche Niveau einzuschätzen.

Mit Quellen belegt~ 6 MinMittel

Fragen Niveau Mittel

  1. Q01
    Die Ansteuerung von Tunable White (variable Farbtemperatur, z. B. 2700 K warm bis 6500 K kalt) in KNX nutzt typischerweise zwei separate DPTs: einen für die Gesamtintensität (DPT 5.001 %) und einen für die Farbtemperatur (DPT 7.600 K).
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    5. Lighting Control· Tunable White· Mittel
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    DPT 7.600 ist Absolute Color Temperature (Kelvin, 16 Bit, Wertebereich 0-65535, typische Nutzung 2000-10000 K). Kombiniert mit DPT 5.001 für die Intensität ermöglicht er die unabhängige Steuerung beider Dimensionen. Standard für Tunable-White-Leuchten (Dual-Channel WW+CW LED).

  2. Q02
    Ein KNX-Präsenzmelder mit einer Nachlaufzeit von 15 Minuten hält die Beleuchtung für diese Dauer nach der letzten Erkennung eingeschaltet und schaltet sie anschließend automatisch aus.
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    5. Lighting Control· Präsenzerkennung· Mittel
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    Übliche Ausschaltverzögerung (Off Delay) je nach Nutzung: Büros etwa 15 min, Flure etwa 3 min, Sanitärbereiche etwa 5 min. Bei Bewegungserkennung wird DPT 1.001 = 1 gesendet, nach Ablauf der Nachlaufzeit DPT 1.001 = 0. Oft mit Helligkeitssensor (Lux) kombiniert, damit bei ausreichendem Tageslicht gar nicht erst eingeschaltet wird.

  3. Q03
    Der standardmäßige Abnahmeumfang eines KNX-Projekts enthält typischerweise: ETS-Projektdatei `.knxproj`, gedruckte Dokumentation (Topologie, Gruppenadressentabelle, Elektroschemata), Funktionsprüfprotokolle, Nutzerschulung sowie einen separaten Keyring `.knxkeys`, falls Secure eingesetzt wird.
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    13. Project best practices· Projektdokumentation· Mittel
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    Abnahmeumfang eines KNX-Projekts aus Sicht des Profi-Integrators: 1) Projektdatei `.knxproj` mit Datums- und Versionsstand, 2) Gedruckte Topologie (Geräte, IPs, IAs, Linien und Bereiche), 3) Liste der Gruppenadressen mit Name, DPT, Bindings und Beschreibung, 4) Elektroschemata (Busverkabelung, Spannungsversorgung, Anschlüsse), 5) Prüfprotokolle der Funktionstests mit Unterschrift Kunde und Integrator, 6) Schulungsdokumentation für 2-4 Stunden Endnutzer-Einweisung, 7) Keyring `.knxkeys` (falls Secure) mit separat übergebenem Passwort, 8) Wartungshandbuch mit Kontaktdaten und SLA-Verträgen. Konsistent zu ISO 9001 / Unternehmenszertifizierung.

  4. Q04
    DALI-Geräte können über das KNX/DALI-Gateway in Betrieb genommen werden, häufig mithilfe von ETS-Apps oder herstellerspezifischen Tools.
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    5. Lighting Control· Beleuchtung & Beschattung· Mittel
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    Wahr
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    Die Inbetriebnahme einer DALI-Linie erfolgt typischerweise über das angeschlossene KNX/DALI-Gateway: Adressvergabe, Gruppenzuordnung, Szenen und Parametrierung werden über eine herstellerspezifische ETS-App oder ein separates Inbetriebnahme-Tool des Gateway-Herstellers durchgeführt. Das Gateway agiert dabei als DALI-Master, scannt die Linie, vergibt Kurzadressen und schreibt die Konfiguration in die Vorschaltgeräte. Die KNX-Seite (Gruppenobjekte, Gruppenadressen) wird parallel klassisch in der ETS projektiert.

  5. Q05
    Die RGB-Ansteuerung über KNX nutzt typischerweise 3-Byte-Farbtelegramme (DPT 232.600).
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    5. Lighting Control· Beleuchtung & Beschattung· Mittel
    Richtige Antwort
    Wahr
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    DPT 232.600 (RGB) ist ein 3-Byte-Datenpunkttyp, der in einem Telegramm die drei Farbanteile Rot, Grün und Blau (jeweils 0-255) gemeinsam überträgt. Damit lässt sich eine RGB-Quelle atomar in der gewünschten Mischfarbe einstellen, ohne dass es während der Umstellung zu sichtbaren Zwischenfarben kommt, wie es bei der getrennten Ansteuerung dreier 1-Byte-Kanäle der Fall sein kann. Für RGBW oder RGBWW existieren entsprechend erweiterte DPTs (z. B. DPT 251.600).

  6. Q06
    Fensterkontakte in einem Raum können die HLK-Anlage über eine KNX-Logik in den Frostschutzbetrieb schalten.
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    4. HVAC Control· HLK & Energie· Mittel
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    Wahr
    Lerntipp

    Ein binärer Fensterkontakt sendet beim Öffnen ein Telegramm auf eine Gruppenadresse, die in einem Logikbaustein oder direkt im Raumcontroller als HLK-Modus-Umschaltung (DPT 20.102 HVAC Mode) ausgewertet wird. So lässt sich der Raum bei geöffnetem Fenster automatisch auf 'Frost-/Hitzeschutz' (Mode 4) setzen, um Energieverschwendung zu vermeiden. Beim Schließen wird der vorherige Betriebsmodus wiederhergestellt.

  7. Q07
    Das Energiemanagement in KNX kann eine Lastabwurfsteuerung umfassen, um eine Netzüberlastung in Spitzenzeiten zu vermeiden.
    WahrFalsch
    11. Smart Metering· HLK & Energie· Mittel
    Richtige Antwort
    Wahr
    Lerntipp

    Beim Lastabwurf (Load Shedding) überwacht ein Energiemanagement-Baustein die aktuelle Gesamtleistung und schaltet bei Überschreitung einer definierten Schwelle nicht-kritische Verbraucher (z.B. Warmwasserspeicher, Wallbox, Klimaanlage) gestaffelt ab. So lassen sich Lastspitzen kappen, die sonst entweder den Hausanschluss überlasten oder hohe Leistungspreise bei Industriekunden verursachen würden. Die Priorisierung der Lasten wird in der Logik des Energiemanagers konfiguriert.

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