Lighting Control KNX Advanced: Prüfungsfragen mit Musterlösungen
Übungsfragen aus dem Block Lighting Control der KNX Advanced Certification-Zertifizierung. Ausführliche Lösungen, öffentliche Quellen, ohne Registrierung lesbar.
Fragen zum Thema "Lighting Control"
Q01
Was ist das Prinzip der Constant-Light-Control-Regelung in KNX?- A.Eine feste Beleuchtungsstärke (z. B. 500 lx) halten, indem das Kunstlicht je nach Tageslichteintrag variiert wird
- B.Alle Leuchten bei jeder Präsenzerkennung auf volle Leistung schalten
- C.Linear von 0 auf 100 % über den Tag dimmen (Sonnenaufgang bis -untergang)
- D.Beleuchtung nach X Minuten Inaktivität automatisch abschalten
5. Lighting Control· Constant Light Control· SchwerRichtige AntwortA — Eine feste Beleuchtungsstärke (z. B. 500 lx) halten, indem das Kunstlicht je nach Tageslichteintrag variiert wirdLerntippConstant Light Control ist eine geschlossene Regelschleife mit Luxsensor und Dimmaktor. Der Regler vergleicht den Messwert (lx) mit dem Sollwert (z. B. 500 lx) und passt das Kunstlicht so an, dass der Delta-Wert zum Tageslichteintrag (Fenster) ausgeglichen wird. Energieeinsparung: 30-60 % gegenüber reinem Ein/Aus-Betrieb. Zu kombinieren mit Präsenzerkennung, damit unbelegte Zonen nicht beleuchtet werden. B (Volllast bei Präsenz) ignoriert das Tageslicht und verschwendet Energie. C (lineares Dimmen über den Tag) ist Open-Loop ohne Messung — nicht Constant Light. D (Abschaltung nach Inaktivität) ist eine reine Präsenzfunktion, keine Constant-Light-Regelung.
Q02
Die Ansteuerung von Tunable White (variable Farbtemperatur, z. B. 2700 K warm bis 6500 K kalt) in KNX nutzt typischerweise zwei separate DPTs: einen für die Gesamtintensität (DPT 5.001 %) und einen für die Farbtemperatur (DPT 7.600 K).WahrFalsch5. Lighting Control· Tunable White· MittelRichtige AntwortWahrLerntippQ03
Ein KNX-Präsenzmelder mit einer Nachlaufzeit von 15 Minuten hält die Beleuchtung für diese Dauer nach der letzten Erkennung eingeschaltet und schaltet sie anschließend automatisch aus.WahrFalsch5. Lighting Control· Präsenzerkennung· MittelRichtige AntwortWahrLerntippÜbliche Ausschaltverzögerung (Off Delay) je nach Nutzung: Büros etwa 15 min, Flure etwa 3 min, Sanitärbereiche etwa 5 min. Bei Bewegungserkennung wird DPT 1.001 = 1 gesendet, nach Ablauf der Nachlaufzeit DPT 1.001 = 0. Oft mit Helligkeitssensor (Lux) kombiniert, damit bei ausreichendem Tageslicht gar nicht erst eingeschaltet wird.
Quelle: Theben PIR detector applicationQ04
Die Sicherheitsbeleuchtung eines Gebäudes darf NICHT allein durch KNX gesteuert werden: Sie muss spezifische Normen (DIN EN 1838, EN 50172) einhalten, die ein autonomes System mit Notstrombatterie vorschreiben.WahrFalsch5. Lighting Control· Sicherheitsbeleuchtung· SchwerRichtige AntwortWahrLerntippEinzelbatterieleuchten oder zentrale Sicherheitsstromversorgungen sind regulatorisch verpflichtend, verfügen über eine lokale Batterie und funktionieren ohne Netz oder Bus. KNX kann ergänzend Test-, Diagnose- oder Standardabschaltfunktionen übernehmen (Sicherheitsleuchten gehen bei Ausfall der 230-V-Versorgung ein), ersetzt aber NIEMALS die autonome Notstromversorgung. Ein typisches Prüfungsthema im Zweckbau.
Q05
DALI-Geräte können über das KNX/DALI-Gateway in Betrieb genommen werden, häufig mithilfe von ETS-Apps oder herstellerspezifischen Tools.WahrFalsch5. Lighting Control· Beleuchtung & Beschattung· MittelRichtige AntwortWahrLerntippDie Inbetriebnahme einer DALI-Linie erfolgt typischerweise über das angeschlossene KNX/DALI-Gateway: Adressvergabe, Gruppenzuordnung, Szenen und Parametrierung werden über eine herstellerspezifische ETS-App oder ein separates Inbetriebnahme-Tool des Gateway-Herstellers durchgeführt. Das Gateway agiert dabei als DALI-Master, scannt die Linie, vergibt Kurzadressen und schreibt die Konfiguration in die Vorschaltgeräte. Die KNX-Seite (Gruppenobjekte, Gruppenadressen) wird parallel klassisch in der ETS projektiert.
Q06
Die RGB-Ansteuerung über KNX nutzt typischerweise 3-Byte-Farbtelegramme (DPT 232.600).WahrFalsch5. Lighting Control· Beleuchtung & Beschattung· MittelRichtige AntwortWahrLerntippDPT 232.600 (RGB) ist ein 3-Byte-Datenpunkttyp, der in einem Telegramm die drei Farbanteile Rot, Grün und Blau (jeweils 0-255) gemeinsam überträgt. Damit lässt sich eine RGB-Quelle atomar in der gewünschten Mischfarbe einstellen, ohne dass es während der Umstellung zu sichtbaren Zwischenfarben kommt, wie es bei der getrennten Ansteuerung dreier 1-Byte-Kanäle der Fall sein kann. Für RGBW oder RGBWW existieren entsprechend erweiterte DPTs (z. B. DPT 251.600).